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Bunte Zwerggarnelen im Aquarium - Neocaridina mischen?


Immer wieder kommt diese Frage auf, kann man den verschiedenen Farben von Zwerggarnelen miteinander mischen? Wir beantworten dir die Frage aus unserer Sicht.

Rot, Blau, Gelb und am liebsten bunt?

Um es kurz zu machen, ja, ihr könnt eure Zwerggarnelen farblich mischen, aber solltet dabei auf ein paar Sachen achten!

1. vermischt nur Garnelen, welche von den Wasserwerten zusammenpassen

2. Achtet bei verschiedenen Garnelenstämmen auf ein ordentliches Eingewöhnen oder bleibt bei einem Züchter.

3. Es kann die Farbe verloren gehen, muss aber nicht.

1. Wasserwerte

Achtet auf die Wasserbedingungen.

Was man nicht tun kann, ist Garnelen, ohne sich mit den Wasserbedingungen zu befassen, einfach zu mischen. Denn auch bei Garnelen gibt es Spezialisten, die höhere Ansprüche haben. Das Vermischen von Caridinas und Neocaridinas, sieht man durchaus manchmal und ist möglich, wenn man die Neocaridinas auf weicheres Wasser gewöhnt. Da aber zum Beispiel Red Bee eher Weichwassergarnelen sind und Neocaridina es eher Mittel bis Hart mögen, ist die Kombi nicht immer optimal und kann über lang oder kurz dennoch zu Problemen führen, sei es in der Verdrängung einer Art oder durch Häutungsprobleme. Nun müssen wir auch innerhalb der Caridinas auch nochmals unterscheiden, so gibt es auch die Sulawesi Arten, welche es zwar auch weich mögen, dafür aber sehr warm und basisch. Diese kann man weder mit den Red Bee noch mit den Neocaridina vermischen. Halocaridinas sind aktuell auch am Kommen, doch auch diese Brackwassergarnelen können nicht mit anderen vermischt werden.

Wir empfehlen euch deshalb, beim Vermischen immer in einer Gattung zu bleiben. Also Neocaridinas und Caridinas zu trennen und auch bei den Caridinas nochmals zu unterscheiden.

2. Verschiedene Garnelenstämme

Ordnungsgemäßes angewöhnen.

Das Immunsystem ist immer nur auf die Keime und Bakterien aus der gewohnten Umgebung aufgebaut. Wenn ihr nun also Garnelen von verschiedenen Züchtern holt, solltet ihr unbedingt darauf achten, dass ihr den Keimdruck im Aquarium etwas minimiert vor dem Einsetzen. Das könnt ihr zum Beispiel mit sehr großen Wasserwechseln bereits erreichen. 
Danach sollten die Tiere langsam unter Zugabe von Wasser aus dem neuen Becken an die neuen Bedingungen gewöhnt werden. Auch schützende Stoffe wie Huminstoffe und Vitamine, welche die Tiere zusätzlich schützen und das Eindringen von Bakterien vermindern.

2. Verlust der kräftigen Farben

Bleibt es bunt?

Ja und Nein. Hier kommt es auf die Art an, welche ihr "mischt" und manchmal auch auf die Zuchtlinien. Verschiedene Caridinas können sich kreuzen, hier entstehen jedoch immer wieder neue spannende Farben und Muster, welche dann durch Selektieren meist gefestigt werden.

Planst du das Zusammensetzen von verschiedenen Neocaridinas, so kann es durchaus passieren, dass die Tiere nach der 3,4 oder 5. Generation immer farbarmer werden. Hier kannst du das übermäßige Entstehen von farblosen Zwerggarnelen vermeiden bzw. reduzieren, wenn du zum Beispiel in einer Farblinie bleibst. So bleibst du in einer Selektionslinie und die Farben bleiben größtenteils stabiler. Als Beispiel wäre hier die Blue Jelly, Red Fire und Red Rili eine gängige Mischung. Aber auch wenn du verschiedene Farblinien mischst, kannst du es oft vermeiden, wenn du hier immer sehr stark selektierst und alle zu blassen Tiere vor der Geschlechtsreife abgibst und damit ausselektierst. So vermeidest du, dass sich diese weitervermehren.

Wenn es die Wasserwerte ergeben, ist auch eine Kreuzung zwischen Neocaridina und Caridina nicht möglich. So könntest du unter anderem die schöne Sulawesi Inlandgarnele mit der Red Sakura zusammen halten.

Blue bolt zwerggarnele die caridina blue bolt in dunklem blau auf soil bodengrund mit baby garnelen